Vernetzte Mobilität oder: Braucht Elisa einen Führerschein?

Kürzlich haben wir über den UNW (Ulmer Initiativkreis für nachhaltige Wirtschaftsentwicklung) ein Unternehmergespräch mit dem Thema “vernetzte Mobilität” veranstaltet.

Braucht Elisa einen Führerschein?

Dabei habe ich mich sehr schnell gefragt, wie das mit Elisa laufen soll:  Elisa ist nun 13 Jahre alt. Ob sie einen Führerschein brauchen wird?

In meiner Generation war der Führerschein mit 18 obligatorisch. Ohne hat man nicht dazu gehört. Inzwischen sind die Führerscheinzahlen extrem zurück gegangen. Bis vor Kurzem hatte man wohl noch einige Wartezeit, um in den Fahrschulen überhaupt einen Platz zu bekommen. Heute machen diese aggressiv Werbung, um überhaupt Fahrschüler ins Haus zu bekommen.

Macht es heute wirklich noch Sinn, sich mit Führerschein oder eigenem Auto auseinanderzusetzen?Ein Großteil der Bevölkerung wohnt in der Stadt. Von 77% war sogar die Rede. 

Dann macht es doch eigentlich keinen Sinn mehr, sich mit dem Auto durch den Stadtverkehr zu quälen, denn der Personennahverkehr ist sehr gut strukturiert. Das Durchschnittsauto in Deutschland fährt weniger als 30 km am Tag! Warum man das Ganze dann Fahrzeug nennt, ist für mich auch nicht mehr nachvollziehbar. Wenn es 23,5 Stunden am Tag steht, müsste es dann nicht “Stehzeug” heißen?

Im Durchschnittsauto sitzen nur 1,2 Menschen, in einem Gelenkbus bis zu 100! Allein vom ökologischen Aspekt ein großes Thema. Vom Platzbedarf ganz zu schweigen. Der Individualverkehr scheint in der Stadt wirklich nichts mehr verloren zu haben. Zudem kommen in den meisten Großstädten, so auch in Ulm, Alternativkonzepte- um auch den Individualverkehr zu sichern. Car2Go beispielsweise hat in Ulm seine Karriere gestartet. Schade, dass sie sich aus Ulm zurückgezogen haben. Aber es gibt auch andere Carsharing-Anbieter: Mercedes und BMW wollen in diesem Bereich fusionieren und würden dann zum größten Carsharing-Anbieter Deutschlands. Abrechnungssysteme werden einfacher, es wird hier schon sehr viel für den Nutzer gedacht und in wenigen Jahren, werden alternative Verkehrsmittel eine große Selbstverständlichkeit haben. Das sagen heute schon die einzelnen Untersuchungen zu Verkehrsbelastungen und des Nutzerverhaltens. 

Und dann kommt ja noch das Thema autonomes Fahren. Untersuchungen gehen mittlerweile davon aus, dass über das autonome Fahren, das übrigens immer gleichbedeutend mit regenerativen Antrieben voran geht. Zumindest in den meisten Fällen. Im innerstädtischen Verkehr wird die Fahrzeugbelastung um mehr als die Hälfte nach unten drückt. Ist ja auch klar, der Individualverkehr steht ja tatsächlich die 23,5 Stunden rum. Ein autonomes Elektrofahrzeug, könnte hier viele Fahrten aufnehmen, ähnlich wie ein Taxi. Vernetzte Mobilität ist ein großer Teil der Lösung für die Verkehrswende. Und wenn dann noch die benötigte Energie über Wind und Sonne zur Verfügung gestellt wird, ist es für uns und die Umwelt optimal. 

Elisa wird es sicherlich schaffen aus der Komfortzone “Autobesitz” rauszukommen. Wir sollten alle hier offener sein und alternative Verkehrskonzepte mehr nutzen. Ich selbst nutze, wenn ich in Städten unterwegs bin sehr gerne das StadtRAD. 

StadtRÄDER bieten nicht nur in überfüllten Städten eine schnelle Möglichkeit von A nach B zu kommen, sondern lassen die Städte auch in völlig neuem Licht erblicken.  Probiere es mal aus!

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Wissenstrahlung Nr. 292 bei Radio Free Fm

Photovoltaik und die regionale Energiewende. Darum ging es am 20. Mai 2018 bei Michael Troost in der Wissenstrahlung bei Radio Free Fm. Was genau ist ein CO2 Fußabdruck? Warum gibt es die Lokale Agenda 21? Was genau kann ich mit Solarstrom genau machen? Kann ich als Mieter auch an der Energiewende teilnehmen? Muss ich Solarstromanlagen kaufen, oder kann ich diese auch mieten? Sektorkopplung und der zukünftige Stromverbrauch. Diese und viele weitere Themen hier bei Radio Free FM. Die komplette Sendung hier zum Nachhören!

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Das Haus als Kraftwerk

In der nächsten Ausgabe der agzente+ geht es „anders wohnen in Ulm“. In Zusammenarbeit mit Thomas Dombeck haben wir daher das Thema „das Haus als Kraftwerk“. Und weil es so ein spannendes Thema ist, gab es am 14. Februar auch gleich eine Sondersendung im Radio dazu. Eine schöne Sache für die regionale Energiewende und auch für die Lokale Agenda. Danke auch an Michael Troost, der die Sendung moderiert hat. Die komplette Sendung hier: https://www.freefm.de/node/27322

Wolf Probst Radio free fm

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Die Energiewende kommt in die Stadt!

Die Energiewende kommt in die Stadt!Die Energiewende kommt in die Stadt! Mit Mieterstrommodellen ist das nun endlich möglich. Das ist nur eines der Ergebnisse von der Ideenwerkstatt zur regionalen Energiewende. Doch was genau ist Mieterstrom? Mit einem professionellen Mieterstromkonzept können Mieter dezentral mit CO2 -freiem Strom aus einer Photovoltaik-Anlage versorgt werden. Dazu kommen unterschiedliche Akteure zusammen: Gebäudeeigentümer, Mieter und Stromversorger.

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Die Energiewende schaffen wir

Die Energiewende schaffen wir

Wolf Probst setzt sich für die Energiewende ein. Fotograf: Privat

Am Samstag, 18. März, veranstaltet die Lokale Agenda 21 im Einsteinhaus, Kornhausplatz 5, ihre Ideenwerkstatt zur regionalen Energiewende. Wir sprachen mit Agenda-Vorstandsmitglied Wolf Probst über bereits Erreichtes und über Ziele.

Herr Probst, warum muss die Energiewende unbedingt weiter vorangetrieben werden?

Wolf Probst: Energiewende heißt die Abkehr von endlichen fossilen oder nuklearen Energieträgern hin zu nachhaltigen, erneuerbaren Energien – sowohl im Wärme- wie auch im Stromsektor. Deshalb setzt die Energiewende aus gutem Grund auf die breite Unterstützung der Bevölkerung vor Ort. Wir in der Lokalen Agenda arbeiten in Ulm für die Ulmer.

Was ist die Lokale Agenda eigentlich?

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Reparatur-Café Ulm – reparieren-statt-wegwerfen

Reparieren statt wegwerfen! 2.000 Reparaturanfragen seit dem Start

Reparatur-Cafe Ulm
Mehr als 2000 Reparaturanfragen im Reparatur-Cafe Ulm. Mit über 900 Helfern im Einsatz.

Im Reparatur-Café am 08.02.2017 ist die 2.000 Reparaturanfrage im Reparatur-Café Ulm eingegangen. Es war eine Kaffeemaschine, die immer wieder streikte. 

Die Auswertung der bisherigen 52 Termine seit September 2016 brachten 2013 Reparaturanfragen. Dabei liegt die „Erfolgsquote“ bei 74,3 %. Dabei rechnete das Reparatur-Cafe Ulm die erfolgreichen Reparaturen (1.223) und die Empfehlungen (274), die auch zu einer erfolgreichen Reparatur führen zusammen. Weiterhin sehr erfreulich ist die hohe Bereitschaft der ehrenamtlichen Reparaturhelferinnen und – helfer (901). Das heißt an einem Reparatur- Café Termin sind im Durchschnitt 17 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz. Ohne dieses Engagement könnten die 39 Reparaturanfragen pro Öffnungstermin nicht so erfolgreich bearbeitet werden.

Bernhard Mittl und sein Team machen das einfach klasse!

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Grün gewinnt! Das Solarkataster Ulm

Aber gelb ist auch klasse! Bei rot würde ich aber trotzdem mal den Fachmann fragen.

Die Stadt Ulm stellt ein Solarkataster zur Verfügung. Hier kann man schon mal sehr gut für sich abschätzen, wie geeignet Ihr Dach für die Erzeugung von Solarstrom ist. Die Hochschule Ulm, allen voran Prof. Gerd Heilscher hat mit seinem Team das Solarkataster entwickelt. Hier können alle geeignete Dachflächen für Solarstrom bestimmt werden.

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Mieterstrom soll bis zur Sommerpause umgesetzt werden

Rund 3,8 Millionen Mieterhaushalte könnten kostengünstigen Solarstrom vom Dach beziehen. So groß ist das Potential in Deutschland. Das hat das Bundeswirtschaftsministerium berechnet. Wenn dieses Potenzial erschlossen wird, sind wir mit der Urbanisierung der Solartechnik schon ein großes Stück weiter.

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries hat ein Gesetz für Mieterstrom bis zur Sommerpause angekündigt. Die deutliche Ausweitung von Mieterstromprojekten würde die Energiewende und ihre Akzeptanz unter Mieterinnen und Mietern weiter stärken. Und Flächen sind ja genügend da. Nicht zu vergessen: in den Städten ist das Versorgungsnetzt besser ausgebaut als auf dem Land. Die Netzstabilität wäre hier zumindest nicht in Gefahr.

Bislang ist Mieterstrom gegenüber dem sogenannten Eigenverbrauch schlechter gestellt. Während Eigenheimbesitzer keinerlei Abgaben und Umlagen auf den selbst erzeugten Strom zahlen müssen, wird der im Hausnetz an Mieter gelieferte Solarstrom mit der vollen EEG-Umlage belastet. Aber das soll sich nun ändern. Sollte vor der Bundestagswahl auf Bundesebene nichts passieren, so wird bis zum Sommer auf Landesebene etwas geschehen. Dafür hat unser Umweltminister Baden-Württemberg Franz Untersteller bereits die Weichen gestellt.

Die Wirtschaftlichkeit von Mieterstrommodellen wird zusätzlich erschwert durch bislang uneinheitliche Anforderungen an die Zählereinrichtungen. Heute kann jeder der rund 800 Netzbetreiber hierzulande eigene Anforderungen und Wünsche definieren.

Energieversorger, Genossenschaften, Vermieter und andere Akteure sollten gleichermaßen die Chance haben, als Mieterstromlieferanten aufzutreten. Ein entsprechendes Positionspapier kann auf der Seite www.sonneteilen.de heruntergeladen werden. Die Webseite bietet zudem viele weiterführende Informationen zum Thema Mieterstrom.

Hintergrund: Im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2017) ist eine Verordnungsermächtigung zur Gleichstellung von Mieterstrom mit dem solaren Eigenverbrauch vorgesehen. Diese Verordnung hat das Bundeswirtschaftsministerium bislang nicht auf den Weg gebracht, jetzt aber erklärt, bis zur Sommerpause eine Änderung des EEG verabschieden zu wollen. Seit Kurzem setzt sich auch der Bundesrat für Mieterstrom ein. Zudem hatten bereits die Landesregierungen Nordrhein-Westfalen und Berlin die Bundesregierung aufgefordert, ihre zögerliche Haltung aufzugeben und möglichst schnell die großflächige Umsetzung von Mieterstromprojekten zu erleichtern.

Hier in Ulm sind wir mit der lokalen Agenda 21 bereits seit Jahren aktiv, im Stadtgeschehen die richtigen Weichen zu stellen. Verschiede Workshops mit den unterschiedlichen Akteuren in der Bürgerschaft, aber auch in den einzelnen Verwaltungen haben dazu geführt, das im Ulmer Klimaschutzkonzept das Thema fest verankert wurde und vom Stadtrat im November 2016 beschlossen wurde. Erste kleinere Projekte werden in Ulm bereits von der SWU betrieben. Große folgen in diesem Jahr noch.

Sonne Gewinnt! Die regionale Energiewende nimmt ihren Lauf!

Grüße vom Wolf

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Agenda Forum am 9. Februar 2017!

Im Namen der lokalen Agenda 21 lade ich ein zum Agenda Forum im Rathaus

Klimaschutz wird in Ulm groß geschrieben. Im November hat der Gemeinderat ein Maßnahmenpaket für die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes verabschiedet, den Schwerpunkt bildet hierbei das Energiethema. Wir haben drei einschlägige Referenten in Sachen Klimaschutz zum nächsten
Agenda-Forum Ulm
am Donnerstag, den 9. Februar um 19 Uhr
im Rathaus Ulm, großer Sitzungssaal
 
eingeladen und wollen diskutieren, wie unsere Energielandschaft in Ulm in Zukunft aussehen wird, welche Weichen wir jetzt in Ulm gestellt haben und welches die nächsten Schritte sein müssen. Wir freuen uns auf folgende Redebeiträge:
 
Prof. Gerd Heilscher, Hochschule Ulm
Vision der Energielandschaft 2030
 
Oberbürgermeister Gunter Czisch
Klimaschutz in Ulm
 
Klaus Eder, Geschäftsführer SWU
Der Beitrag der SWU zum Klimaschutz
 
Im Anschluss an die Sitzung lassen wir den Abend gemütlich im Ratskeller ausklingen.
Ich freue mich auf eine interessante Sitzung!Vorbeikommen lohnt sich. Bitte rechtzeitig da sein. Im großen Sitzungssaal passen nur ca. 150 Leute rein.
Grüße von der regionalen Energiewende

Wolf Probst

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„Klimaschutz durch Azubis im Handwerk“

Rückblick auf das Projekt und Erfahrungsaustausch

Das Projekt „Klimaschutz durch Azubis im Handwerk“ neigt sich dem Ende zu. Der unw und die Handwerkskammer ladenInteressierte herzlich zur Abschlussveranstaltung am 26.1.2017 um 17 Uhr in der HWK Ulm ein. Nach einem Überblick über das gesamte Projekt werden die Auszubildenden ihre Projekte vorstellen. Im Anschluss gibt es noch die Gelegenheit, sich bei Häppchen auszutauschen.

Termin

Donnerstag, 26. Januar 2017 – 17:00 Uhr

Ort

Handwerkskammer Ulm
Olgastraße 72
89073 Ulm

Worum geht es bei der Zusatzqualifikation?

Von Mai 2016 bis Februar 2017 lief das Projekt in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Ulm und der lokalen agenda ulm 21. Es wird gefördert aus Mitteln der Glücksspirale des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft.

 

Inhalt

6 Tage mit Input und Besichtigungen, 1 Woche gewerksübergreifender Betriebstausch und eigenes Projekt.

Zielgruppe

Auszubildende aus den Bau-, Ausbau- und anlagentechnischen Gewerken

Ziel des Projekts

Azubis für Klimaschutz zu gewinnen und mit einem Handwerksbetrieb eines anderen Gewerks über einen Austausch zusammenzubringen. Dort werden die Inhalte aus den Workshops konkret in die betriebliche Praxis umgesetzt. Gleichzeitig geht es um Fähigkeiten zum Klimaschutz für die Anwendung im Privaten.

Nutzen für Unternehmen
  • Zukunftsfähige Marktsegmente besetzen, sich verändernde Kundenbedürfnisse kompetent beantworten
  • Blick auf die Schnittstellen zu anderen Gewerken
  • Bereicherung durch den Austausch von Azubis untereinander
  • Input zu Energie- und Klimafragen über Azubi
  • Erkennen möglicher Kosteneinsparungen bei Energie, Material, Einsatzstoffen oder Abfällen
  • Attraktivität des Betriebes für den Azubi erhöhen
  • Vernetzung mit wichtigen Akteuren in der Region Ulm
  • Umsetzung der Projekte durch die Azubis
  • Abschlussveranstaltung mit allen Betriebsleitern und Azubis zur Vorstellung der verschiedenen Projekte; neue Impulse + Presseaufmerksamkeit
  • Kostenfrei (Azubi nur freistellen von Arbeitszeit)
  • Unterstützung der politischen Klimaschutzziele zur Gebäudesanierung
Nutzen für Azubi
  •  Erweiterung der Ausbildung mit zusätzlichen Qualifikationen (z. B. Projektmanagement, Präsentation, …)
  • Verstehen von Zusammenhängen im Bereich Energie und Klimaschutz sowie Erkennen eigener Handlungsmöglichkeiten im beruflichen und privaten Umfeld
  • Zusammenarbeit mit anderen Gewerken und besseres Verständnis für die Tätigkeiten der anderen Handwerker
  • Vernetzung mit wichtigen Akteuren in der Region Ulm
  • Projekt kann beim Wettbewerb „Klimawerkstatt“ von MyClimate eingereicht werden
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