Mieterstrom soll bis zur Sommerpause umgesetzt werden

Rund 3,8 Millionen Mieterhaushalte könnten kostengünstigen Solarstrom vom Dach beziehen. So groß ist das Potential in Deutschland. Das hat das Bundeswirtschaftsministerium berechnet. Wenn dieses Potenzial erschlossen wird, sind wir mit der Urbanisierung der Solartechnik schon ein großes Stück weiter.

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries hat ein Gesetz für Mieterstrom bis zur Sommerpause angekündigt. Die deutliche Ausweitung von Mieterstromprojekten würde die Energiewende und ihre Akzeptanz unter Mieterinnen und Mietern weiter stärken. Und Flächen sind ja genügend da. Nicht zu vergessen: in den Städten ist das Versorgungsnetzt besser ausgebaut als auf dem Land. Die Netzstabilität wäre hier zumindest nicht in Gefahr.

Bislang ist Mieterstrom gegenüber dem sogenannten Eigenverbrauch schlechter gestellt. Während Eigenheimbesitzer keinerlei Abgaben und Umlagen auf den selbst erzeugten Strom zahlen müssen, wird der im Hausnetz an Mieter gelieferte Solarstrom mit der vollen EEG-Umlage belastet. Aber das soll sich nun ändern. Sollte vor der Bundestagswahl auf Bundesebene nichts passieren, so wird bis zum Sommer auf Landesebene etwas geschehen. Dafür hat unser Umweltminister Baden-Württemberg Franz Untersteller bereits die Weichen gestellt.

Die Wirtschaftlichkeit von Mieterstrommodellen wird zusätzlich erschwert durch bislang uneinheitliche Anforderungen an die Zählereinrichtungen. Heute kann jeder der rund 800 Netzbetreiber hierzulande eigene Anforderungen und Wünsche definieren.

Energieversorger, Genossenschaften, Vermieter und andere Akteure sollten gleichermaßen die Chance haben, als Mieterstromlieferanten aufzutreten. Ein entsprechendes Positionspapier kann auf der Seite www.sonneteilen.de heruntergeladen werden. Die Webseite bietet zudem viele weiterführende Informationen zum Thema Mieterstrom.

Hintergrund: Im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2017) ist eine Verordnungsermächtigung zur Gleichstellung von Mieterstrom mit dem solaren Eigenverbrauch vorgesehen. Diese Verordnung hat das Bundeswirtschaftsministerium bislang nicht auf den Weg gebracht, jetzt aber erklärt, bis zur Sommerpause eine Änderung des EEG verabschieden zu wollen. Seit Kurzem setzt sich auch der Bundesrat für Mieterstrom ein. Zudem hatten bereits die Landesregierungen Nordrhein-Westfalen und Berlin die Bundesregierung aufgefordert, ihre zögerliche Haltung aufzugeben und möglichst schnell die großflächige Umsetzung von Mieterstromprojekten zu erleichtern.

Hier in Ulm sind wir mit der lokalen Agenda 21 bereits seit Jahren aktiv, im Stadtgeschehen die richtigen Weichen zu stellen. Verschiede Workshops mit den unterschiedlichen Akteuren in der Bürgerschaft, aber auch in den einzelnen Verwaltungen haben dazu geführt, das im Ulmer Klimaschutzkonzept das Thema fest verankert wurde und vom Stadtrat im November 2016 beschlossen wurde. Erste kleinere Projekte werden in Ulm bereits von der SWU betrieben. Große folgen in diesem Jahr noch.

Sonne Gewinnt! Die regionale Energiewende nimmt ihren Lauf!

Grüße vom Wolf

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Batterie der Zukunft

Forschung für die Batterie der Zukunft

Lithium-Ionen-Batterien sind aus unserem
Alltag kaum wegzudenken: Sie versorgen Smartphones, Notebooks oder Elektroautos mit Energie. Trotzdem suchen Forscher in der Ulmer Wissenschaftsstadt mit Hochdruck nach hochleistungsfähigen Nachfolgern. Denn zum einen haben Lithium-Ionen-Batterien ihre maximale Speicherkapazität bereits erreicht und zum anderen ist der Lithium-Vorrat begrenzt.

Grund genug für die Ulmer Universitätsgesellschaft dem Forschungsschwerpunkt „Energiespeicherung und -wandlung“ der Universität einen Vortrag in ihrer Jubiläumsreihe zu widmen.

Am Samstag, 4. Februar um 11.00 Uhr referiert Professor Axel Groß, Leiter des Instituts für Theoretische Chemie an der Uni Ulm, über Batteriekonzepte der Zukunft. Denn die Energiewende und die Umstellung auf die Elektromobilität können nur mit leistungsfähigen Batterien und Brennstoffzellen gelingen.

In der Ulmer Wissenschaftsstadt ist ein unvergleichliches Umfeld für die Erforschung neuartiger Batterien und Brennstoffzellen entstanden. Neben der Universität mit ihrer langen Tradition in der Elektrochemie decken das Helmholtz-Institut Ulm für elektrochemische Energiespeicherung (HIU) sowie das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) das gesamte wissenschaftliche Spektrum ab – von Computersimulationen elektrochemischer Prozesse bis zu Test- und Pilotfertigungsanlagen. Im Zentrum stehen so genannte Post-Li-Systeme, über die Professor Groß in seinem Vortrag sprechen wird. Künftig soll der Ladungsträger Lithium nämlich durch alternative Materialien wie Natrium, Magnesium, Aluminium oder Chlor ersetzt werden. In der neuen Kundenhalle der Sparkasse informiert Groß über Herausforderungen und Chancen dieser Batteriesysteme, die von Universität, HIU und ZSW gemeinsam beforscht werden. Der Eintritt ist frei!

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Agenda Forum am 9. Februar 2017!

Im Namen der lokalen Agenda 21 lade ich ein zum Agenda Forum im Rathaus

Klimaschutz wird in Ulm groß geschrieben. Im November hat der Gemeinderat ein Maßnahmenpaket für die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes verabschiedet, den Schwerpunkt bildet hierbei das Energiethema. Wir haben drei einschlägige Referenten in Sachen Klimaschutz zum nächsten
Agenda-Forum Ulm
am Donnerstag, den 9. Februar um 19 Uhr
im Rathaus Ulm, großer Sitzungssaal
 
eingeladen und wollen diskutieren, wie unsere Energielandschaft in Ulm in Zukunft aussehen wird, welche Weichen wir jetzt in Ulm gestellt haben und welches die nächsten Schritte sein müssen. Wir freuen uns auf folgende Redebeiträge:
 
Prof. Gerd Heilscher, Hochschule Ulm
Vision der Energielandschaft 2030
 
Oberbürgermeister Gunter Czisch
Klimaschutz in Ulm
 
Klaus Eder, Geschäftsführer SWU
Der Beitrag der SWU zum Klimaschutz
 
Im Anschluss an die Sitzung lassen wir den Abend gemütlich im Ratskeller ausklingen.
Ich freue mich auf eine interessante Sitzung!Vorbeikommen lohnt sich. Bitte rechtzeitig da sein. Im großen Sitzungssaal passen nur ca. 150 Leute rein.
Grüße von der regionalen Energiewende

Wolf Probst

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„Klimaschutz durch Azubis im Handwerk“

Rückblick auf das Projekt und Erfahrungsaustausch

Das Projekt „Klimaschutz durch Azubis im Handwerk“ neigt sich dem Ende zu. Der unw und die Handwerkskammer ladenInteressierte herzlich zur Abschlussveranstaltung am 26.1.2017 um 17 Uhr in der HWK Ulm ein. Nach einem Überblick über das gesamte Projekt werden die Auszubildenden ihre Projekte vorstellen. Im Anschluss gibt es noch die Gelegenheit, sich bei Häppchen auszutauschen.

Termin

Donnerstag, 26. Januar 2017 – 17:00 Uhr

Ort

Handwerkskammer Ulm
Olgastraße 72
89073 Ulm

Worum geht es bei der Zusatzqualifikation?

Von Mai 2016 bis Februar 2017 lief das Projekt in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Ulm und der lokalen agenda ulm 21. Es wird gefördert aus Mitteln der Glücksspirale des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft.

 

Inhalt

6 Tage mit Input und Besichtigungen, 1 Woche gewerksübergreifender Betriebstausch und eigenes Projekt.

Zielgruppe

Auszubildende aus den Bau-, Ausbau- und anlagentechnischen Gewerken

Ziel des Projekts

Azubis für Klimaschutz zu gewinnen und mit einem Handwerksbetrieb eines anderen Gewerks über einen Austausch zusammenzubringen. Dort werden die Inhalte aus den Workshops konkret in die betriebliche Praxis umgesetzt. Gleichzeitig geht es um Fähigkeiten zum Klimaschutz für die Anwendung im Privaten.

Nutzen für Unternehmen
  • Zukunftsfähige Marktsegmente besetzen, sich verändernde Kundenbedürfnisse kompetent beantworten
  • Blick auf die Schnittstellen zu anderen Gewerken
  • Bereicherung durch den Austausch von Azubis untereinander
  • Input zu Energie- und Klimafragen über Azubi
  • Erkennen möglicher Kosteneinsparungen bei Energie, Material, Einsatzstoffen oder Abfällen
  • Attraktivität des Betriebes für den Azubi erhöhen
  • Vernetzung mit wichtigen Akteuren in der Region Ulm
  • Umsetzung der Projekte durch die Azubis
  • Abschlussveranstaltung mit allen Betriebsleitern und Azubis zur Vorstellung der verschiedenen Projekte; neue Impulse + Presseaufmerksamkeit
  • Kostenfrei (Azubi nur freistellen von Arbeitszeit)
  • Unterstützung der politischen Klimaschutzziele zur Gebäudesanierung
Nutzen für Azubi
  •  Erweiterung der Ausbildung mit zusätzlichen Qualifikationen (z. B. Projektmanagement, Präsentation, …)
  • Verstehen von Zusammenhängen im Bereich Energie und Klimaschutz sowie Erkennen eigener Handlungsmöglichkeiten im beruflichen und privaten Umfeld
  • Zusammenarbeit mit anderen Gewerken und besseres Verständnis für die Tätigkeiten der anderen Handwerker
  • Vernetzung mit wichtigen Akteuren in der Region Ulm
  • Projekt kann beim Wettbewerb „Klimawerkstatt“ von MyClimate eingereicht werden
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Strompreis um 6,5 Prozent gestiegen

Steigende Netzentgelte sowie höhere EEG-Umlagen
führen im Vergleich zum Vorjahr zu einer weiteren Erhöhung des Strompreises um 6,5 Prozent – und dies, obwohl der Großhandelspreis auf einem Rekordtief ist. Dies zeigt der aktuell veröffentlichte Strompreisvergleich des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e. V. (VEA).

„Der um 6,5 Prozent gestiegene Strompreis geht insbesondere auf die Erhöhung der Netzentgelte und der EEG-Umlage zurück“, erklärt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. Die Kosten für die Netzentgelte stiegen um 14,0 Prozent. Die E
EG-Umlage erhöhte sich um 8,0 Prozent. Mit der erneuten Preissteigerung im Strombereich ergeben sich für die inländische Industrie enorme Kosten.

Um Kosten beim Stromeinkauf einzusparen, müssen Unternehmen die aktuelle Marktlage kennen. „Neben dem Preis sind auch Kriterien wie zum Beispiel die Vertragslaufzeit oder die Bonität des potenziellen Versorgers für die Marktbewertung wichtig. Hier ergeben sich für Unternehmen oft Intransparenzen“, so Stuke. Deshalb empfiehlt der VEA eine professionelle Energieberatung. Schnelle und unkomplizierte Ausschreibungen sind über den vom VEA betriebenen Marktplatz VEA-Online (www.vea-online.de) möglich.

Der gesamtdeutsche Durchschnitt für Strom liegt bei 14,74 Ct/kWh. Zwischen den einzelnen Netzgebieten bestehen jedoch zum Teil große P
reisunterschiede: Der günstigste Anbieter ist die Rheinische NETZGesellschaft mit dem Versorgungsgebiet Köln (13,09 Ct/kWh), gefolgt vom e-Netz Südhessen in Darmstadt und dem KEVAG Verteilnetz in Koblenz. Der teuerste Anbieter ist wie im Vorjahr das Wemag Netz in Schwerin (17,73 Ct/kWh), gefolgt vom Schleswig-Holstein Netz und der EV Halle.

Zudem zeigte der VEA-Vergleich eine Preisdifferenz von 9,0 Prozent zwischen den alten (durchschn. 13,48 Ct/kWh) und den neuen Bundesländern (durchschn. 15,79 Ct/kWh). Dies bedeutet eine Erhöhung der Differenz um 1,2 Prozent zum Vorjahr.

Der VEA-Preisvergleich umfasst insgesamt 50 große Netzgebiete in Deutschland. Damit wird ein erheblicher Teil des deutschen Stromnetzes abgedeckt. Die Reihenfolge basiert auf dem arithmetischen Mittel ohne Gewichtung der bekannten 15 mittelspannungsseitig versorgten Abnahmefälle. Im Preisvergleich nicht enthalten sind Strom- und Mehrwertsteuer.

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Platz ist auf der kleinsten Hütte!

Ein Passivhaus am Eselsberg. Nach Süden zahlreiche Fenster. Das Dach nach Norden geneigt. Ein Passivhaus braucht zwar sehr wenig Wärmeenergie. Dennoch wird Strom verbraucht. Für den Haushalt, die Warmwassererzeugung und das Lüftungssystem. Mehr, als der Durchschnittshaushalt der seine Wärme mit dem Verbrennen endlichen Rohstoffen herstellt. Aber was soll man machen, wenn das Dach zu klein, und dann noch zu stark nach Norden geneigt ist?

50 Meter vom Haus entfernt befinden sich die Garagen des Reihenhauses. Teilverschattet durch die Nachbarhäuser. Aber noch ausreichend Platz und Sonneneinstrahlung um aus den 18 qm Dachfäche noch fast 2.000 kWh Strom über das Jahr hinweg zu ernten. 2.000 kWh mehr als das Gründach gebracht hat. Der die Sonne scheint ja sowieso auf´s Dach!

Das Schöne an so einer kleinen Solarstromanlage ist, dass so gut wie keine kWh Strom in das Stromnetz abgegeben wird. Da freut sich der Hausbesitzer und auch der Energieversorger. denn schließlich wird uns versucht klar zu machen, dass die öffentlichen Stromnetze durch jedes einzelne Solarmodul überlastet werden.

Der Strom der hier erzeugt wird, wird etwa für den halben Preis erzeugt, wie der Zukauf beim örtlichen Energieversorger. Daher ist diese Kleinstanlage um so rentabler. Das Einspeisen des Stromes lohnt hier nicht wirklich. Der Eigenverbrauch zählt!
Aber das Schönste ist, wenn die Dame des Hauses Waschmaschine oder Geschirrspüler einschaltet. Denn das macht sie nun nur noch tagsüber. Wenn auch Strom erzeugt wird. Dadurch liegt in diesem Haus der Eigenverbrauch bei nahezu 100 %. Und die Dame des Hauses strahlt mit jedem Sonnenstrahl mit.

Energiewende geht auch im Kleinen. Meist reicht guter Wille und ein wenig Engagement. Vom Bauherren und auch vom Fachhandwerker. Mit ein bisschen Kreativität kann man so einiges bewirken.

 

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