Batterie der Zukunft

Forschung für die Batterie der Zukunft

Lithium-Ionen-Batterien sind aus unserem
Alltag kaum wegzudenken: Sie versorgen Smartphones, Notebooks oder Elektroautos mit Energie. Trotzdem suchen Forscher in der Ulmer Wissenschaftsstadt mit Hochdruck nach hochleistungsfähigen Nachfolgern. Denn zum einen haben Lithium-Ionen-Batterien ihre maximale Speicherkapazität bereits erreicht und zum anderen ist der Lithium-Vorrat begrenzt.

Grund genug für die Ulmer Universitätsgesellschaft dem Forschungsschwerpunkt „Energiespeicherung und -wandlung“ der Universität einen Vortrag in ihrer Jubiläumsreihe zu widmen.

Am Samstag, 4. Februar um 11.00 Uhr referiert Professor Axel Groß, Leiter des Instituts für Theoretische Chemie an der Uni Ulm, über Batteriekonzepte der Zukunft. Denn die Energiewende und die Umstellung auf die Elektromobilität können nur mit leistungsfähigen Batterien und Brennstoffzellen gelingen.

In der Ulmer Wissenschaftsstadt ist ein unvergleichliches Umfeld für die Erforschung neuartiger Batterien und Brennstoffzellen entstanden. Neben der Universität mit ihrer langen Tradition in der Elektrochemie decken das Helmholtz-Institut Ulm für elektrochemische Energiespeicherung (HIU) sowie das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) das gesamte wissenschaftliche Spektrum ab – von Computersimulationen elektrochemischer Prozesse bis zu Test- und Pilotfertigungsanlagen. Im Zentrum stehen so genannte Post-Li-Systeme, über die Professor Groß in seinem Vortrag sprechen wird. Künftig soll der Ladungsträger Lithium nämlich durch alternative Materialien wie Natrium, Magnesium, Aluminium oder Chlor ersetzt werden. In der neuen Kundenhalle der Sparkasse informiert Groß über Herausforderungen und Chancen dieser Batteriesysteme, die von Universität, HIU und ZSW gemeinsam beforscht werden. Der Eintritt ist frei!

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Batteriespeicher für Solarstromanlagen

Warum überhaupt Solarstrom speichern? Meist sind es wirtschaftliche oder idealistische Beweggründe, die Besitzer und Interessenten einer Photovoltaik Anlage veranlassen, über einen Solarstromspeicher nachzudenken. Sei es der Wunsch, mehr Strom aus der eigenen Photovoltaik Anlage selbst zu verbrauchen, das pure Interesse an dieser neuen Technologie oder einfach die Überlegung, sich mit einer Photovoltaik Anlage unabhängiger machen zu wollen von steigenden Strompreisen.

2015 war bereits ein richtungsweisendes Jahr für die weitere Entwicklung der Photovoltaik und Batteriespeicher im Privatsektor. 1,53 Millionen installierte Photovoltaikanlagen gab es zum Stichtag bereits. Knapp 40.000 Megawatt installierte Leistung. Wer sich heute eine Photovoltaikanlage kauft, bekommt knapp über 12 Cent Cent Einspeisevergütung für die erzeugte Kilowattstunde Solarstrom. Haushaltsstrom kostet indes bereits oft schon 30 Cent. Warum also sollte man den erzeugten Strom weiterhin einspeisen, um ihn im Anschluss teurer wieder einzukaufen als Haushaltsstrom? Daher werden Photovoltaikanlagen schon lange nicht mehr aus Investitionsgründen gebaut.

Und das ist auch gut so. Denn mit dem Aufkommen von Solarstromspeichern wird Photovoltaik erwachsen. 32.000 Speicher waren Ende 2015 bereits installiert. Das renditegetriebene Bauen wird mehr und mehr einem vernunftgetriebenen Bauen weichen: Photovoltaik zu nutzen, um sich zu einem Großteil selbst mit Strom zu versorgen. Batteriespeicher sind in dieser Hinsicht so etwas wie das fehlende Puzzleteil, welches die Anlagentechnik komplettiert. Und damit ist eine private PV-Anlage in Verbindung mit einem Batteriespeicher heute bereits wirtschaftlich: unter der Maßgabe Strom zu erzeugen, um ihn selbst zu verbrauchen, und nicht, um ihn zu verkaufen. Doch hierzu müssen grundlegende Fragen beantwortet werden, die bei der Beschäftigung mit Solarstromspeichern immer wieder auftauchen.

  1. Wozu braucht man überhaupt einen Solarstromspeicher?
  2. Für wen ist ein Speicher interessant?
  3. Was kosten solche Geräte?
  4. Gibt es eine Förderung?
  5. Lohnt sich ein Solarstromspeicher finanziell?
  6. Welche Geräte gibt es bereits zu kaufen?
  7. Was zeichnet einen guten Speicher aus?
  8. Wo kann man einen Speicher kaufen?

Gerne will ich diese Fragen in den kommenden Beiträgen genauer untersuchen und ach erklären.

Bis demnächst!

Sonnige Grüße

Wolf Probst

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KfW gewährt wieder Förderung für Photovoltaik-Speicher

Mit Beginn dieses Jahres können Interessenten wieder Fördermittel für Solarstromspeicher bei der KfW-Bank beantragen. Mit dem Antrag sollte man nicht zu lange warten, dann auch in diesem Jahr könnte der Fördertopf wieder vor Ende des Jahres aufgebraucht sein.

Seit dem 1. Januar können Solaranlagen-Betreiber wieder Unterstützung bei der KFW-Bank beantragen, wenn sie ihre Solaranlange mit einem Batteriespeichersystem betreiben wollen. Das gilt sowohl für neue Solaranlagen als auch für die Nachrüstung eines Spei
chers bei Bestandsanlagen. Die Förderung besteht aus zwei Komponenten: einem zinsgünstigen Kredit und einem Tilgungszuschuss. Der Tilgungszuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss, sinkt zu Beginn dieses Jahres von 22 auf nun nur noch 19 Prozent. Ab dem dritten Quartal soll er nochmal auf 16 Prozent gesenkt werden. Auch in diesem Jahr soll das Fördervolumen wieder zehn Millionen Euro betragen.

 


Nicht zu lange warten

Genau wie im vergangenen Jahr rechnen Experten auch 2017 wieder mit einem großen Interesse an der Fördermöglichkeit. Hauseigentümer, die sich für ein Solarbatteriesystem interessieren und eine Förderung erhalten möchten, sollten sich daher mit der Antragstellung beeilen.

Es ist zu erwarten, dass die im 4. Quartal 2016 zurückgewiesenen Anträge im Januar eine starke Nachfrage für die neue Förderrunde auslö
sen, so Enerkeep. Der Fördermittelrahmen könne damit 2017 erneut gesprengt werden. Interessenten für die KfW-Speicherförderung sollten sich daher mit ihren Anträgen beeilen. Zum einen weil der Tilgungszuschuss zur Jahresmitte auf 16 Prozent abgesenkt werde, zum anderen sei auch ein neuerlicher Förderstopp nicht auszuschließen.

So wird gefördert

Für den Speicherkauf wird ein Kreditbetrag von maximal 2.000 Euro pro Kilowatt neuer Solaranlagen-Leistung gewährt, bei bestehenden Solaranlagen sind es bis zu 2.200 Euro pro installiertem Kilowatt. Der Tilgungszuschuss liegt in der ersten Jahreshälfte 2017 bei 19 Prozent. Das sind bei Neuanlagen maximal 380 Euro pro Kilowatt Anlagenleistung, bei der Nachrüstung von Bestandsanalgen maximal 418 Euro pro Kilowatt.

 

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Die Ölpreise steigen!

Mehr Solaranlagen infolge steigender Ölpreise erwartet

Wiederanziehende Ölpreise, attraktive staatliche Förderangebote und verschärfte Klima- und Wärmeschutzauflagen werden 2017 zu einer verstärkten Nachfrage nach Solaranlagen führen. Dies ist die Erwartung des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. aus Berlin (BSW-Solar). Um die Energiekosten weiterhin so niedrig wie möglich zu halten, sollten Hausbesitzer ihre Heizungsanlagen jetzt auf Herz und Nieren prüfen.

Die angekündigten Kürzungen der Rohölfördermengen der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und der rund ein Dutzend Nicht-Opec-Länder führen zu steigenden Ölkosten. So lag der Preis für 100 Liter Heizöl im Bundesdurchschnitt im Dezember bei rd. 60 Euro und damit rd. 50 Prozent höher als zu Jahresbeginn. Ein weiterer Anstieg der Ölpreise gilt unter Energieexperten als sehr wahrscheinlich.

In Deutschland wurden bereits mehr als 2,2 Millionen Sonnenheizungen installiert. Neben der Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung im Eigenheimbereich werden sie vermehrt auch für Prozesswärmeanwendungen sowie die Wärmeversorgung ganzer Wohnquartiere eingesetzt. Allein 2016 wurden nach ersten Schätzungen des BSW-Solar rd. 100.000 neue Solarwärmeanlagen neu installiert.

Mit einer Solarwärmeanlage macht man sich unabhängiger von schwankenden Öl- und Gaspreisen. Zudem beschleunigt man die Energiewende und die Abkehr von fossilen Brennstoffen. Damit die Solarheizung ihre Stärken voll ausspielen kann und die konventionelle Heizquelle möglichst effizient betrieben wird, muss der zugehörige Wärmespeicher optimal zum Gebäude, dem Wärmebedarf und der Heizungsanlage passen. Dann sorgt er dafür, dass die Solarwärme zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung steht und fossile Wärmequellen im Sommer und in den Übergangsjahreszeiten kaum noch benötigt werden. Das schont die Heizungsanlage und senkt die Energiekosten. Solarwärmeanlagen können mit nahezu jedem anderen Heizsystem kombiniert und auch nachgerüstet werden.

 

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Stromtrassen – müssen die sein?

Die Energiewende findet vor Ort statt. Im Kleinen. Von jeder einzelnen Haustüre!

Und mal ganz ehrlich: die Stromtrassen sind auch nur deshalb erforderlich, weil Großinvestoren den Strom dort erzeugen, wo er nicht in diesem Ausmaß gebraucht wird. Offshore Windräder vor Rügen erzeugen sehr viel Strom. In Norddeutschland kann dieser gar nicht in diesem Umfang verbraucht werden. Daher fordern die Investoren eine neue Nord-Süd-Verbindung herzustellen. Und das im Namen der Energiewende! Denn im Süden der Republik kann dieser Strom verwendet und verbraucht werden.

Bis 2022 sollen in Deutschland alle Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Das trifft uns in Deutschland am meisten. Denn noch sind wir zu 60 % von den Atomkraftwerken abhängig. Aber müssen wir deshalb den Strom aus dem Norden der Republik beziehen? Sicherlich bläst der Wind im Süden weniger als auf hoher See. Bei einer dezentralen Energieerzeugung, ob im Wind-, Wasser- oder Solarbereich, sind zumindest die Transportwege kurz. Und das bedeutet auch niedrigere Investitionskosten. Die Großinvestoren investieren „nur“ in die Windräder. Nicht in die Stromnetze. Und die Erträge, und damit die Rendite ist auf dem offenen Meer einfach höher. Aber die 800 km Leitung von Nord nach Süd werden von den Netzbetreibern gebaut und getragen. Und das wird dann wieder auf unsere Stromrechnung umgelegt. Zu bedenken gilt auch: die bestehenden Leitungswege werden zum Teil mit genutzt und auf diesem Wege erneuert.
Durch Deutschland laufen insgesamt fast 1,8 Millionen Kilometer Stromleitungen. Doch um die Energiewende umzusetzen, reicht das nicht: Deshalb müssen rund 3800 Kilometer Leitungstrassen neu verlegt und auf weiteren 4000 Kilometern bestehende Netze ausgebaut werden. Das entspricht immerhin sagenhaften 0,44 % der bestehenden Leitungswege. Die vier großen Übertragungs-netzbetreiber haben den Investitionsbedarf für den Netzausbau an Land in den nächsten zehn Jahren auf rund 20 Milliarden Euro geschätzt, hinzu kommen noch die Kosten für den Ausbau der Leitungen auf See.

Insgesamt werden die Kosten auf rund 40 Milliarden Euro geschätzt. Dafür gerade stehen muss der Stromverbraucher. Denn die Kosten für den Netzausbau werden über die Netzentgelte auf die Stromrechnungen von uns Verbrauchern abgewälzt. Die Netzentgelte machen ein Viertel des Strompreises aus.

Könnte es nicht auch möglich sein, dass wir in Zukunft eine zentrale Energieversorgung auf Basis der Kohlekraftwerke bekommen? Na dann gute Nacht Energiewende!
Dagegen hilft nur ein dezentraler Ausbau der Energieversorgung auf allen regenerativen Ebenen.

Eigenverantwortung zeigen. Im Verbrauch. Aber auch in der Erzeugung des eigenen Strombedarfs. Das kann sicherlich ein sehr guter Weg für uns und nachfolgende Generationen sein.

Viel Erfolg dabei!

Grüße vom Wolf

 

 

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Speicherkosten sinken weiter

PV, Windkraft u. Speicher: Kosten werden weiter sinken

Die Agentur für Erneuerbare Energien hat gestern eine Metaanalyse zu Investitionskosten von Energieanlagen veröffentlicht. Sie vergleicht darin die in 15 Studien angegebenen Investitionskosten für insgesamt 11 Energietechnologien, darunter Off- und Onshore-Windenergie, Photovoltaik und Solarthermie. Zusätzlich stellt sie Aussagen zu den Investitionskosten von Speichertechnologien und Wärmepumpen dar. Die Metaanalyse zeigt, dass für Windenergie und Photovoltaik trotz der bereits erzielten Kostenreduktionen mit weiter sinkenden spezifischen Kosten gerechnet wird. Auch bei Speichertechnologien kann von teilweise drastisch sinkenden Investitionskosten ausgegangen werden.

Die Debatte um die Investitionskosten der Energiewende dreht sich derzeit vor allem um den Aufwand zur Systemintegration von fluktuierendem Wind- und Sonnenstrom, aber ebenso um die Frage, wie auch die Versorgung mit Wärme und Kraftstoffen auf Erneuerbare Energie umgestellt werden kann. Vor diesem Hintergrund hatte die AEE das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) mit der neuen Metaanalyse beauftragt. Die 22-seitige Analyse zeigt Trends für die Entwicklung der Investitionskosten auf und macht gleichzeitig die teilweise sehr unterschiedlichen Aussagen von Studien sowohl zu den aktuellen Werten als auch zu den Kostensenkungspotenzialen der verschiedenen Technologien transparent.

Bei der Photovoltaik fällt auf, dass die in den vergangenen Jahren erzielte Kostendegression von vielen Wissenschaftlern in der Vergangenheit unterschätzt wurde. Selbst Studien aus dem Jahr 2012 rechneten für die Folgejahre noch mit deutlich höheren Kosten als dann tatsächlich eintrafen. Der signifikante Kostenrückgang spiegelt sich erst in aktuelleren Studien wider. Für das Jahr 2050 nehmen die meisten Wissenschaftler eine weitere Reduktion der Investitionskosten um mindestens die Hälfte an. In mehreren Studien sinken die Werte im Betrachtungszeitraum sogar um etwa zwei Drittel.

Veröffentlicht vom BSW. Der BSW-Solar analysiert seit vielen Jahren mit Unterstützung der Intersolar Europe 4x jährlich die Entwicklung der Modul- und Systempreise der Photovoltaik und 2x jährlich die Entwicklung der Preise von Batteriespeichern.

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Stromlieferung zum Nachbarn

Solarstrom über private Kabel teilen

Durch die private Netzkopplung können Wohnparteien, die keinen eigenen Solarstrom erzeugen, von der Solaranlage ihres Nachbarn mitprofitieren.

Wissenschaftler der Hochschule München haben ein Konzept entwickelt, mit dem Nachbarn selbst erzeugten Solarstrom direkt über eine eigene Leitung miteinander teilen können. pv magazine berichtete. Nun hat die Gruppe den Prototyp eines sogenannten Netzkopplers entwickelt und die Firma Pioniernetz gegründet. pv-magazine hat nachgehakt.

Durch die private Netzkopplung können Wohnparteien, die keinen eigenen Solarstrom erzeugen, von der Solaranlage ihres Nachbarn mitprofitieren. Da der Strom über eine eigene private Stromleitung geteilt und so das öffentliche Netz nicht belastet wird, sollen bis auf die EEG-Umlage keine weiteren Netzentgelte, Umlagen oder Steuern anfallen. Der Betreiber der Solaranlage kann so überschüssigen Solarstrom an seinen Nachbarn verkaufen und höhere Einnahmen generieren als durch die reine Netzeinspeisung. Der Nachbar ohne eigene Erzeugungsanlage kann den Solarstrom günstiger beziehen als Graustrom aus der Steckdose. Somit können beide Seiten profitieren. Doch es ist deutlich komplexer, als einfach eine Leitung über den Zaun zu legen. Schließlich handelt es sich um getrennte Stromkreise mit jeweils eigenen Zählern.

Eine Lösung hat Andreas Eberhardt entwickelt, im Rahmen einer Bachelorarbeit an der Hochschule München unter der Betreuung von Simon Schramm (pv magazine September 2015 Seite 55). Damals handelte es sich noch um rein theoretische Betrachtungen. Mittlerweile hat Eberhardt zusammen mit Valerian Vincent Kathan und Michael Sägmüller die Firma Pioniernetz gegründet und einen Prototyp entwickelt, um die Idee an den Markt heranzuführen.

pv magazine: Seit unserem letzten Bericht haben Sie den Prototyp eines sogenannten Netzkopplers entwickelt, der für die private Netzkopplung nötig ist. Was kann dieser Prototyp?

Andreas Eberhardt: Der Netzkoppler überträgt Energie zwischen zwei Netzen. Das geschieht abhängig von Verbrauch und Erzeugung der Nutzer ganz autonom. Nach einer Entwicklungszeit von ziemlich genau einem Jahr haben wir nun einen Prototyp geschaffen, der es ermöglicht, Energie aus einem Netz zu entnehmen und in ein zweites anderes Netz einzuspeisen. Dabei haben wir uns für ein einphasiges System mit einer maximalen Leistung von 1,5 Kilowatt entschieden. Bei der Analyse verschiedener realer Energieverbrauchsdaten haben wir festgestellt, dass Leistungen von mehr als 1,5 Kilowatt in einem Vier-Personen-Haushalt nur für etwa 800 Stunden pro Jahr auftreten – bei insgesamt 8760 Stunden pro Jahr. Daher ist die gewählte Leistung für rund 90 Prozent der Zeit ausreichend und ermöglicht ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis für das Gerät.

Welche Herausforderungen mussten Sie bei der Entwicklung des Prototyps bewältigen?

Die größte Herausforderung zu Beginn der Entwicklung war es, eine geeignete Topologie zu entwerfen, die es ermöglicht, Energie zwischen unterschiedlichen Wechselstromnetzen und damit einhergehenden unterschiedlichen Phasenlagen und Amplituden zu übertragen. Daher mussten neben einer Möglichkeit zur galvanischen Trennung dieser Netze auch unabhängig voneinander agierende Regelungen implementiert werden, die jeweils eine Synchronisation mit dem entsprechenden Netz gewährleisten.

Wie schätzen Sie das Interesse an der privaten Netzkopplung und dem Netzkoppler ein?

Wir sind davon überzeugt, dass der Versand von Energie über eine private Leitung die regionale Nutzung erneuerbarer Energie revolutionieren wird. Solange hohe Netznutzungsentgelte und Umlagen den Verkauf regenerativ erzeugter Energie erschweren, ist der Einsatz einer privaten Leitung ein sehr guter Weg, um ein wirtschaftliches Modell zum lokalen Ausgleich von Energieerzeugung und -verbrauch zu schaffen. Das scheinen auch potentielle Kunden zu erkennen. In einer Umfrage im vergangenen August wurden 580 Teilnehmer, darunter 260 Photovoltaik Anlagenbesitzer, also Erzeuger, und 320 potenzielle Nachbarn mit reinem Verbraucherverhalten befragt. Dabei äußerten 78 Prozent der Erzeuger und 84 Prozent der potentiellen Nachbarn ihr Interesse an einer privaten Netzkopplung und dem Kauf unseres Netzkopplers. Mittlerweile befinden wir uns im Aufbau der ersten Pilotanlagen in Orten rund um München. Basierend auf diesem Feedback können wir unser System den Bedürfnissen und Wünschen der Kunden entsprechend anpassen und optimieren.

Wie viel soll der Netzkoppler kosten, wenn er auf dem Markt ist? Und wie viel darf der Netzkoppler kosten, damit er für Kunden überhaupt interessant wird?

Eine Aussage über die Kosten des Netzkopplers auf Grundlage unserer bisherigen Prototypen würde zum jetzigen Zeitpunkt zu einem nur bedingt realistischen Preis führen. Der Netzkoppler soll mit einer ähnlichen Lebensdauer wie ein Wechselrichter eine kostengünstige Alternative zu einem Speichersystem darstellen, mit demselben Ziel, die Rentabilität der Photovoltaik-Anlage zu erhöhen. Studien zufolge wird einer Photovoltaik-Anlage eine Lebensdauer zwischen 30 und 40 Jahren abhängig von ihrem Produktionsjahr zugesagt. Daher ist es vor allem nach dem Wegfall der 20-jährigen garantierten Vergütung erstrebenswert, seine Anlage auf Eigenverbrauch umzurüsten, die erzeugte Energie selbst nutzen und den verbleibenden Überschuss möglichst lukrativ veräußern zu können. Vor allem Anlagen, die in Deutschland vor 2012 errichtet wurden, sind für den Eigenverbrauch in den meisten Fällen überdimensioniert. Mit dem Netzkoppler können diese ihren Überschuss an Energie für einen Preis ähnlich des Haushaltsstrompreises an andere veräußern, anstelle diese für eine, eventuell auch variable, Vergütung zwischen zwei und sechs Cent pro Kilowattstunde ins Netz einspeisen zu müssen.

Woher nehmen Sie die Gewissheit, dass man Netznutzungsgebühren und Stromsteuer mit der privaten Netzkopplung einsparen kann?

Die Gewissheit dafür fußt auf den entsprechenden Gesetzen. Da die erneuerbare Energie nicht über das öffentliche Netz eines Netzbetreibers, sondern über eine private Leitung veräußert wird, werden weder Netzentgelte, noch die Stromsteuer fällig. Graphisch aufbereitet hat diese Thematik bereits die DGS Franken in einer Veröffentlichung zur Photovoltaik-Eigenstromnutzung für Gewerbe, Kommune und Mehrfamilienhaus im Jahr 2014. Ein Anlagenbetreiber kann bei der Veräußerung seiner erneuerbaren Energie durch die Nutzung einer privaten Leitung eine wesentlich höhere Marge generieren, als vergleichsweise bei der Vermarktung über das öffentliche Netz. Letzteres ist aufgrund der hohen Netznutzungsentgelte meist wenig attraktiv. Noch zu klären gilt es, ob durch die teilweise Verpachtung der Erzeugungsanlage an den Nachbarn dessen Erwerb der erneuerbaren Energie als Eigenversorgung deklariert werden kann. Dann müsste Die EEG-Umlage nur noch anteilig abgeführt werden.

Was sind die nächsten Schritte und wann werden Kunden die ersten Netzkoppler kaufen können?

Momentan konzentrieren wir uns auf die Entwicklung des ersten marktreifen Netzkopplers mit der Grundfunktionalität, Energie an eine andere Partei liefern zu können. Die derzeit sich im Aufbau befindenden Pilotanlagen und die Meinungen der Nutzer helfen uns dabei, das System weiter kundenorientiert zu optimieren. Im nächsten Schritt werden wir es Erzeugern ermöglichen, ihre überschüssige Energie an mehr als nur eine Partei zu liefern. Dazu wird der Netzkoppler konfigurierbar sein und möglich machen, dass mehrere Erzeuger ihre Energie an mehrere Verbraucher verteilen können. Ebenso werden wir den Netzkoppler um die Funktionalität einer Speichereinbindung erweitern, um es den Nutzern zu ermöglichen, ihre Energie unabhängiger von Erzeugung und Verbrauch austauschen zu können. So kann ein Speicher erstmals gemeinsam genutzt und, wenn gewollt, auch gemeinsam angeschafft werden. Sobald wir mit der Validierung unserer Hypothesen zu den Funktionalitäten des Netzkopplers mithilfe unserer Pilotanlagen weit genug fortgeschritten sind, wollen wir den Netzkoppler zwischen Mitte und Ende 2017 auf den Markt bringen. Die aktuellen Entwicklungen sowie alle relevanten Informationen sind auch Online auf unserer Homepage www.pioniernetz.de einsehbar.

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Rechnet sich Solarstrom ?

Sogar in Grönland. In Deutschland erst recht!

Trotz des arktischen Winters rechnet sich auch im hohen Norden der Betrieb von Photovoltaik-Anlagen. Solarworld lieferte mehr als ein halbes Megawatt seiner Solarmodule im vergangenen Jahr nach Grönland.

Die Photovoltaik ist weltweit auf dem Vormarsch. Sie macht dabei auch nicht vor dem hohen Norden
halt, den man im ersten Moment sicher nicht direkt bei der Nutzung von Solarenergie im Sinn hat, sondern eher als Heimat des Weihnachtsmanns. Solarworld teilte mit, dass es im Laufe des Jahres mehr als ein halbes Megawatt Solarmodule nach Grönland geliefert habe. Der einzige Photovoltaik-Installateur der Insel, Jesper Christensen von LED Solar Greenland, habe sie in verschiedenen Anlagen überall auf der Insel verbaut. Der Solarstrom werde dabei für den Eigenverbrauch genutzt. Zudem werde damit ein Teil der Dieselverstromung ersetzt.

Das lohnt sich für die Anlagenbetreiber durchaus. „Trotz des arktischen Winters mit wenigen Sonnenstunden am Tag rechnet sich Photovoltaik über das ganze Jahr gesehen“, erklärt Christensen. Die Solarworld-Module würden auch bei schwachen Lichtverhältnissen Erträge bringen.

Grönland leidet besonders unter den Folgen des Klimawandels. Nach Ansicht von Experten könnte das Abschmelzen des Eises in Grönland allein zu einem Anstieg des Meeresspiegels um sieben Meter führen. Auch deshalb setzten nach Erfahrung des Solarworld-Vertriebspartners in Dänemark und Grönland, Lemvigh-Müller A/S, immer mehr Einheimische auf erneuerbare Energien. „Photovoltaik ist die Lösung, um den Klimawandel zu stoppen und die globalen Klimaziele zu erreichen“, so Torben Christoffersen, Vertriebsingenieur bei Lemvigh-Müller.

Das ist auch in Deutschland der richtige Weg!

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Die Zukunft von Photovoltaik in 2017

Solar hilft Kosten zu sparen

Gemütliche Atmosphäre im Haus oder Wohnung ohne bange Blicke auf die Preise – denn die Strompreise werden 2017 wieder steigen – so möchte jeder sein Eigenheim genießen.

Jedes Einschalten von Licht oder anderen Geräten kann dazu führen, dass man sich um die Stromkosten sorgt und Angst vor der Stromrechnung hat. Aber das muss nicht sein, denn eine PV-Anlage auf dem Dach kann Ihnen diese Sorgen ganz einfach nehmen. So kann Ihnen Photovoltaik helfen Ihre Heizkosten zu reduzieren. Die Kombination PV und Wärmepumpe stellt eine optimale Lösung für die steigenden Strom- und Ölpreise dar.

Die Gründe für das Ansteigen des Ölpreises ist die OPEC Vereinbarung

Immer mehr Deutsche denken über den Einbau einer Wärmepumpe nach. Allein im vergangenen Jahr wurden in Deutschland rund 60.000 Wärmepumpen abgesetzt, und das alternative Heizsystem Wärmepumpe verzeichnet weiter steigende Absatzzahlen.

Immer mehr Hausbesitzer wollen die praktisch unbegrenzte kostenlose Umweltenergie aus Erde oder Luft nutzen. Die Wärmepumpe etabliert sich als Heizsystem im Neubau genauso wie bei der Sanierung, Ein- und Zweifamilienhäuser können ebenso profitieren wie Großobjekte. Und im Kellerraum, wo vorher noch die Öltanks standen, kann demnächst der Partyraum eingerichtet werden.

Optimale Lösung: Photovoltaik und Wärmepumpe Komplett-Paket

Für eine Kombination aus Photovoltaik und Wärmepumpe gibt es viele Gründe. Der Einfachste ist ganz simpel, Ihre Photovoltaikanlage kann den überschüssigen Strom direkt für die Wärmepumpe benutzen, so kostet der Strom aus der eigenen Ökosolaranlage praktisch nichts mehr, dank Smartgrid Kontakt.

Das haben wir nun schon sehr oft praktiziert. Und es funktioniert hervorragend!

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