Die Ölpreise steigen!

Mehr Solaranlagen infolge steigender Ölpreise erwartet

Wiederanziehende Ölpreise, attraktive staatliche Förderangebote und verschärfte Klima- und Wärmeschutzauflagen werden 2017 zu einer verstärkten Nachfrage nach Solaranlagen führen. Dies ist die Erwartung des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. aus Berlin (BSW-Solar). Um die Energiekosten weiterhin so niedrig wie möglich zu halten, sollten Hausbesitzer ihre Heizungsanlagen jetzt auf Herz und Nieren prüfen.

Die angekündigten Kürzungen der Rohölfördermengen der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und der rund ein Dutzend Nicht-Opec-Länder führen zu steigenden Ölkosten. So lag der Preis für 100 Liter Heizöl im Bundesdurchschnitt im Dezember bei rd. 60 Euro und damit rd. 50 Prozent höher als zu Jahresbeginn. Ein weiterer Anstieg der Ölpreise gilt unter Energieexperten als sehr wahrscheinlich.

In Deutschland wurden bereits mehr als 2,2 Millionen Sonnenheizungen installiert. Neben der Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung im Eigenheimbereich werden sie vermehrt auch für Prozesswärmeanwendungen sowie die Wärmeversorgung ganzer Wohnquartiere eingesetzt. Allein 2016 wurden nach ersten Schätzungen des BSW-Solar rd. 100.000 neue Solarwärmeanlagen neu installiert.

Mit einer Solarwärmeanlage macht man sich unabhängiger von schwankenden Öl- und Gaspreisen. Zudem beschleunigt man die Energiewende und die Abkehr von fossilen Brennstoffen. Damit die Solarheizung ihre Stärken voll ausspielen kann und die konventionelle Heizquelle möglichst effizient betrieben wird, muss der zugehörige Wärmespeicher optimal zum Gebäude, dem Wärmebedarf und der Heizungsanlage passen. Dann sorgt er dafür, dass die Solarwärme zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung steht und fossile Wärmequellen im Sommer und in den Übergangsjahreszeiten kaum noch benötigt werden. Das schont die Heizungsanlage und senkt die Energiekosten. Solarwärmeanlagen können mit nahezu jedem anderen Heizsystem kombiniert und auch nachgerüstet werden.

 

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Stromtrassen – müssen die sein?

Die Energiewende findet vor Ort statt. Im Kleinen. Von jeder einzelnen Haustüre!

Und mal ganz ehrlich: die Stromtrassen sind auch nur deshalb erforderlich, weil Großinvestoren den Strom dort erzeugen, wo er nicht in diesem Ausmaß gebraucht wird. Offshore Windräder vor Rügen erzeugen sehr viel Strom. In Norddeutschland kann dieser gar nicht in diesem Umfang verbraucht werden. Daher fordern die Investoren eine neue Nord-Süd-Verbindung herzustellen. Und das im Namen der Energiewende! Denn im Süden der Republik kann dieser Strom verwendet und verbraucht werden.

Bis 2022 sollen in Deutschland alle Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Das trifft uns in Deutschland am meisten. Denn noch sind wir zu 60 % von den Atomkraftwerken abhängig. Aber müssen wir deshalb den Strom aus dem Norden der Republik beziehen? Sicherlich bläst der Wind im Süden weniger als auf hoher See. Bei einer dezentralen Energieerzeugung, ob im Wind-, Wasser- oder Solarbereich, sind zumindest die Transportwege kurz. Und das bedeutet auch niedrigere Investitionskosten. Die Großinvestoren investieren „nur“ in die Windräder. Nicht in die Stromnetze. Und die Erträge, und damit die Rendite ist auf dem offenen Meer einfach höher. Aber die 800 km Leitung von Nord nach Süd werden von den Netzbetreibern gebaut und getragen. Und das wird dann wieder auf unsere Stromrechnung umgelegt. Zu bedenken gilt auch: die bestehenden Leitungswege werden zum Teil mit genutzt und auf diesem Wege erneuert.
Durch Deutschland laufen insgesamt fast 1,8 Millionen Kilometer Stromleitungen. Doch um die Energiewende umzusetzen, reicht das nicht: Deshalb müssen rund 3800 Kilometer Leitungstrassen neu verlegt und auf weiteren 4000 Kilometern bestehende Netze ausgebaut werden. Das entspricht immerhin sagenhaften 0,44 % der bestehenden Leitungswege. Die vier großen Übertragungs-netzbetreiber haben den Investitionsbedarf für den Netzausbau an Land in den nächsten zehn Jahren auf rund 20 Milliarden Euro geschätzt, hinzu kommen noch die Kosten für den Ausbau der Leitungen auf See.

Insgesamt werden die Kosten auf rund 40 Milliarden Euro geschätzt. Dafür gerade stehen muss der Stromverbraucher. Denn die Kosten für den Netzausbau werden über die Netzentgelte auf die Stromrechnungen von uns Verbrauchern abgewälzt. Die Netzentgelte machen ein Viertel des Strompreises aus.

Könnte es nicht auch möglich sein, dass wir in Zukunft eine zentrale Energieversorgung auf Basis der Kohlekraftwerke bekommen? Na dann gute Nacht Energiewende!
Dagegen hilft nur ein dezentraler Ausbau der Energieversorgung auf allen regenerativen Ebenen.

Eigenverantwortung zeigen. Im Verbrauch. Aber auch in der Erzeugung des eigenen Strombedarfs. Das kann sicherlich ein sehr guter Weg für uns und nachfolgende Generationen sein.

Viel Erfolg dabei!

Grüße vom Wolf

 

 

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Rund 32 Prozent Erneuerbaren-Anteil

Umwelt- und Energieminister Untersteller zur ZSW-Studie: „Die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Stromversorgung im Land ist auch bei einem weiter wachsenden Anteil der erneuerbaren Energien gewährleistet.“

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat heute (12.12.) den Monitoring-Bericht zur Energiewende in Baden-Württemberg 2016 veröffentlicht. Die Studie widmet sich vorrangig den Themen Versorgungssicherheit und Energieeffizienz. Darüber hinaus beleuchtet der Bericht die Entwicklung der Energiepreise. Der Monitoring-Bericht wurde vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) im Auftrag des Ministeriums erarbeitet.

Zum Ausbau der erneuerbaren Energien erläutert Professor Frithjof Staiß vom ZSW: „Während der Zubau von Photovoltaikanlagen derzeit rückläufig ist, steigt mittlerweile die Bedeutung der Windkraft in Baden-Württemberg. Insgesamt wurden 2015 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 150 Megawatt installiert. In diesem Jahr können wir einen noch größeren Erfolg verbuchen. Ist im Monitoring-Bericht noch die Rede von 95 Anlagen mit rund 260 Megawatt, die bis Ende September errichtet wurden, ging im November schon die 100. Windkraftanlage in diesem Jahr in Betrieb.“ Der steigende Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung könne als positive Entwicklung bei der Umsetzung der Energiewende im Land gewertet werden, sagte Staiß.

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Platz ist auf der kleinsten Hütte!

Ein Passivhaus am Eselsberg. Nach Süden zahlreiche Fenster. Das Dach nach Norden geneigt. Ein Passivhaus braucht zwar sehr wenig Wärmeenergie. Dennoch wird Strom verbraucht. Für den Haushalt, die Warmwassererzeugung und das Lüftungssystem. Mehr, als der Durchschnittshaushalt der seine Wärme mit dem Verbrennen endlichen Rohstoffen herstellt. Aber was soll man machen, wenn das Dach zu klein, und dann noch zu stark nach Norden geneigt ist?

50 Meter vom Haus entfernt befinden sich die Garagen des Reihenhauses. Teilverschattet durch die Nachbarhäuser. Aber noch ausreichend Platz und Sonneneinstrahlung um aus den 18 qm Dachfäche noch fast 2.000 kWh Strom über das Jahr hinweg zu ernten. 2.000 kWh mehr als das Gründach gebracht hat. Der die Sonne scheint ja sowieso auf´s Dach!

Das Schöne an so einer kleinen Solarstromanlage ist, dass so gut wie keine kWh Strom in das Stromnetz abgegeben wird. Da freut sich der Hausbesitzer und auch der Energieversorger. denn schließlich wird uns versucht klar zu machen, dass die öffentlichen Stromnetze durch jedes einzelne Solarmodul überlastet werden.

Der Strom der hier erzeugt wird, wird etwa für den halben Preis erzeugt, wie der Zukauf beim örtlichen Energieversorger. Daher ist diese Kleinstanlage um so rentabler. Das Einspeisen des Stromes lohnt hier nicht wirklich. Der Eigenverbrauch zählt!
Aber das Schönste ist, wenn die Dame des Hauses Waschmaschine oder Geschirrspüler einschaltet. Denn das macht sie nun nur noch tagsüber. Wenn auch Strom erzeugt wird. Dadurch liegt in diesem Haus der Eigenverbrauch bei nahezu 100 %. Und die Dame des Hauses strahlt mit jedem Sonnenstrahl mit.

Energiewende geht auch im Kleinen. Meist reicht guter Wille und ein wenig Engagement. Vom Bauherren und auch vom Fachhandwerker. Mit ein bisschen Kreativität kann man so einiges bewirken.

 

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