Platz ist auf der kleinsten Hütte!

Ein Passivhaus am Eselsberg. Nach Süden zahlreiche Fenster. Das Dach nach Norden geneigt. Ein Passivhaus braucht zwar sehr wenig Wärmeenergie. Dennoch wird Strom verbraucht. Für den Haushalt, die Warmwassererzeugung und das Lüftungssystem. Mehr, als der Durchschnittshaushalt der seine Wärme mit dem Verbrennen endlichen Rohstoffen herstellt. Aber was soll man machen, wenn das Dach zu klein, und dann noch zu stark nach Norden geneigt ist?

50 Meter vom Haus entfernt befinden sich die Garagen des Reihenhauses. Teilverschattet durch die Nachbarhäuser. Aber noch ausreichend Platz und Sonneneinstrahlung um aus den 18 qm Dachfäche noch fast 2.000 kWh Strom über das Jahr hinweg zu ernten. 2.000 kWh mehr als das Gründach gebracht hat. Der die Sonne scheint ja sowieso auf´s Dach!

Das Schöne an so einer kleinen Solarstromanlage ist, dass so gut wie keine kWh Strom in das Stromnetz abgegeben wird. Da freut sich der Hausbesitzer und auch der Energieversorger. denn schließlich wird uns versucht klar zu machen, dass die öffentlichen Stromnetze durch jedes einzelne Solarmodul überlastet werden.

Der Strom der hier erzeugt wird, wird etwa für den halben Preis erzeugt, wie der Zukauf beim örtlichen Energieversorger. Daher ist diese Kleinstanlage um so rentabler. Das Einspeisen des Stromes lohnt hier nicht wirklich. Der Eigenverbrauch zählt!
Aber das Schönste ist, wenn die Dame des Hauses Waschmaschine oder Geschirrspüler einschaltet. Denn das macht sie nun nur noch tagsüber. Wenn auch Strom erzeugt wird. Dadurch liegt in diesem Haus der Eigenverbrauch bei nahezu 100 %. Und die Dame des Hauses strahlt mit jedem Sonnenstrahl mit.

Energiewende geht auch im Kleinen. Meist reicht guter Wille und ein wenig Engagement. Vom Bauherren und auch vom Fachhandwerker. Mit ein bisschen Kreativität kann man so einiges bewirken.

 

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