Wozu braucht man überhaupt einen Solarstromspeicher?

Solarstromspeicher haben in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage den Zweck, den selbst erzeugten Strom vom eigenen Hausdach zwischenspeichern zu können. Ohne einen Batteriespei- cher muss der erzeugte Strom bislang entweder sofort verbraucht oder augenblicklich ins Netz eingespeist werden. Sprich: der Strom muss, wenn er erzeugt wird, irgendwo hin.

Stromverkauf wird zum Stromverbrauch

War bis vor wenigen Jahren noch das hauptsächliche Ziel Solarstrom für das öffentliche Netz zu erzeugen, ist es heute der Eigenverbrauch der bedient werden muss. Selbst verbrauchen können den Strom tagsüber meist nur der Kühlschrank, der Tiefkühlschrank sowie Elektrogeräte mit Akku oder Standby-Funktion. Mehr als 10 Prozent des Stroms von der Photovoltaikanlage lässt sich in einem normalen Haushalt tagsüber fast nicht verbrauchen, wenn keiner zu Hause ist. Der Rest wird also an den Netzbetreiber verkauft.

Die Herausforderung besteht nun darin, die Verbraucher entweder an die Stromerzeugungszeiten anzupassen, oder den Strom zu speichern. Solarstromspeicher ermöglichen es nun, dass mehr selbst erzeugter Strom auch selbst verbraucht werden kann. Und zwar dann, wenn der Strom auch gebraucht wird: Abends, Morgens und am Wochenende. Aktuell kann mit einer Solarstromanlage Strom für weniger als die Hälfte der derzeitigen Bezugskosten selbstliebe produziert werden. Ausschließlich einzuspeisen ist in den meisten Fällen nicht mehr wirtschaftlich.

Deswegen ist es beim Neubau einer PV-Anlage wirtschaftlicher, sich das Geld für den Haus- haltsstrom zu sparen, und möglichst viel des selbst erzeugten Stroms auch selbst zu verbrauchen. Zum Vergleich: bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch von rund 4.000 kWh und einem Strompreis von 28 Cent / kWh bezahlt ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt heute rund 1.120 € Stromkosten im Jahr. Und ohne weitere Strompreissteigerung rund 22.400 € in 20 Jahren. Geld, was sich bei einer Betriebsdauer einer PV-Anlage von bereits 20 Jahren leicht auszahlt.Meist sogar schon in weniger als der Hälfte der Zeit.

Solarstromspeicher lohnen sich. Nicht nur finanziell. Auch der Umwelt! Zudem werden Lastspitzen in den Stromnetzen entsprechend abgemildert. Denn meist sind die Stromverbräuche in Wohn- oder Industriegebieten bei den einzelnen Nutzern ähnlich.

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